Einstellung des GefKO-Blogs

Leider sind wir zu dem Entschluss gekommen das Betreiben dieses seit Anfang 2011 betriebenen Blogs einzustellen. Hintergrund ist keinesfalls, dass uns die Themen ausgegangen wären oder die ohne Zweifel erhebliche Arbeit, die so ein Blog verursacht, sondern die Rechtsunsicherheit, die durch unsere Regierung geschaffen und geduldet ist, und damit die Grundlage für das zumindest aus unserer Sicht zweifelhafte Geschäft des Abmahnwesens ist. Ein gutes Beispiel übrigens, wie die Steigerung des Bruttosozialprodukts nicht unbedingt mit der Steigerung des Bevölkerungsglücks einhergeht – aber das wäre ein anderes Thema.

Selbstverständlich haben wir in diesem Blog auch Gedanken und Zitate aus anderen Quellen verwendet und diese auch ordnungsgemäß angegeben und wenn möglich verlinkt. Nur so sind wir vermutlich durch die Google-Suchalgorithmen für angeblich „Geschädigte“ auffindbar geworden.

Durch das neue Leistungsschutzgesetz ist die Rechtsunsicherheit nun noch größer geworden und es ist uns damit grundsätzlich nicht mehr möglich auf andere Artikel zu verlinken. Dies gilt für den Betreiber des Blogs ebenso wie für die Kommentarfunktion, die damit einer Zensur unterworfen werden müsste. Da das Betreiben des Blogs ein kostenfreies Zusatzangebot und keinesfalls unser Kerngeschäft ist haben wir beschlossen den Blog einzustellen und alle älteren Einträge zu löschen.

Es seien an dieser Stelle zu Ihrer Information diejenigen genannt, die neben dem Gesetzgeber zur Einstellung dieser Seite geführt haben: Zuallererst sei die Anwaltskanzlei KSP in Hamburg genannt. Wer im Internet sucht wird hier schnell fündig, aus Rechtsgründen entfallen jegliche Verlinkungen oder weiteren Kommentare. Besonders bedauerlich ist, dass sich auch Agenturen wie die „DPA“ und die „AFP“ offenbar von diesem Unternehmen vertreten lassen. Dies lässt den Journalismus insgesamt, zumindest aber die genannten Agenturen aus unserer Sicht in einem schlechten Licht erscheinen.

Es sei hier klar festgehalten, dass wir den Schutz geistigen Eigentums unterstützen. Jedoch sind wir auch grundsätzlich der Meinung, dass man andere zu Informationszwecken zitieren darf, wenn man die Quellen benennt. Eigentlich sollte dies ja als Aufwertung des ursprünglichen Autors verstanden werden. Es scheint uns aber so, als solle hier ein veraltetes Geschäftsmodell gegen die digitale Revolution abgeschottet werden. Dies wird nicht funktionieren, sowie derartige Versuche veraltete Technologien und Industrien mittels Repressionen zu schützen noch nie auf Dauer gelungen sind!

Nachtrag am 11.Mai 2013: Zur Krise des Journalismus in Deutschland sei noch der hervorragende Artikel in SPON von Georg Diez empfohlen!

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